Schädlingsbekämpfung - Das solltest du wissen

Die wirkungsvollen Möglichkeiten der Mäusebekämpfung

Alte Hausmittel sollen bei der Mäusebekämpfung helfen. Da sind hauptsächlich die ätherischen Öle oder zum Beispiel Pfefferminzöl, Kampfer und Essig zu nennen. Aber ob sie wirklich Mäuse vertreiben, ist nicht einwandfrei nachgewiesen. Korrekt ist, dass Mäuse solche Gerüche als unangenehm finden und eher meiden. Wenn sie sich schon im Keller eingenistet haben, reichen diese Mittel nicht mehr aus. Es ist in jedem Fall empfehlenswert, bei Mäusebefall schnell zu reagieren, weil sich die Nager sehr rasch ausbreiten können. Die folgenden Tipps setzen voraus, dass man keine Katze besitzt.

Die Mäusebekämpfung im Haus

Giftköder
Sie sollten in Köderboxen ausgelegt werden, um Kinder und Haustiere zu schützen. Mit diesen Giftködern kann ein Mäusebefall gut kontrolliert und eingedämmt werden. Sie wirken erst nach mehrmaliger Aufnahme. Es gibt frei verkäufliche Köder und solche, die nur professionellen Schädlingsbekämpfern zugänglich sind.

Schlagfallen
Sie werden mit einem Köder bestückt und eignen sich für die Bekämpfung im Hausinneren. Hier werden die Tiere durch einen Genickbruch getötet. Sollten sie sich nur mit einer Pfote in der Falle verfangen, muss man sie mit einem gezielten Schlag auf den Kopf von ihrem Leid erlösen. Da diese Fallen aber in einigen Fällen sehr großes Leid mit sich bringen, kann man leicht zu tierfreundlicheren Methoden greifen.

Lebendfallen
Es ist eine andere Methode, die Nager loszuwerden. Diese Fallen sollten Futter enthalten, was sie auch fressen. Experten haben herausgefunden, dass Hausmäuse gerne Erdnussbutter mögen, andere schwören auf Speck oder Käse. Wenn die Maus in der Falle sitzt, sollte man mehrere Kilometer weit fahren, um das Tier freizulassen. Diese humanere Art der Mäusebekämpfung wird immer beliebter.

Mäusebekämpfung im Garten
Im Garten können Hausmäuse und Wühlmäuse leben. Hier eignen sich ebenfalls Schlag- und Lebendfallen sowie Mäusegift. Das Gift darf im Garten nur in Köderboxen liegen. Dadurch werden Kinder, Haustiere und auch Wildtiere geschützt. Damit man bestmögliche Erfolge bei der Mäusebekämpfung hat, sollten vor einer Bekämpfung die Aufenthaltsorte der Mäuse genau ermittelt werden. Beispielsweise ist das Aufstellen auf den Laufwegen eine bewährte Methode. Bei der Bekämpfung von Wühlmäusen darf das Gift ohne Boxen ausgebracht werden. Man muss aber darauf achten, es so in den Bau hineinzugeben, dass es für Vögel oder andere Tiere nicht erreichbar ist.

Vorbeugen
Durch bestimmte Maßnahmen können die Nager am dauerhaften Einnisten gehindert werden. Zunächst bedeutet es den Tieren keine Nahrung oder Unterschlupfmöglichkeiten anzubieten. Dazu gehört zum Beispiel, keine Küchenabfälle auf den Komposthaufen zu werfen. In einer unaufgeräumten Garage, einem Gartenhaus und Geräteschuppen finden Hausmäuse oder Rötelmäuse immer genug geschützte Möglichkeiten zum Nestbau.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass Kellertreppen, Hintertüren und Garagentore nicht immer dicht und mäusesicher sind. Die kleinen Nager zwängen sich durch die kleinsten Türspalten und Ritzen. Neben den gängigsten Nistplätzen (Garten, Keller, Dachboden und in der Küche) wurden vermehrt Mäuse in Rollladenkästen aufgespürt.