Schädlingsbekämpfung - Das solltest du wissen

Ameisenbekämpfung - wie gehe ich vor?

Sommer, Sonne – Ameisenzeit? Haben sich die kleinen Krabbler erst einmal eine Straße in der unmittelbaren Umgebung des Menschen gebaut, ist es manchmal auch nötig, diese zu stoppen. Ameisenbekämpfung mit alternativen Mitteln, welche Tier, Mensch und Natur nicht schädigen und im einvernehmlichen Gleichmaß neben- und miteinander existieren lassen, gibt es vielfältig. Nicht immer ist es nötig, die chemische Keule einzusetzen.

Der erfahrene Gärtner wird sie auch nicht als Schädlinge einordnen, denn Ameisen zerstören im Grunde keine Pflanzen. Sie vernichten keine Blüten, Blätter noch knabbern sie Wurzeln an. Indirekt schädigen sie jedoch beispielsweise durch ihr fleißiges Graben die Wurzeln, welche dadurch evtl. freigelegt werden. Andererseits lockern sie festes Erdreich und diese Lockerung des Untergrunds belüftet die Wurzeln der Pflanzen. Was wiederum zu verbessertem Wachstum führt. Garten- und Betonplatten werden besser auf feinen Kies statt auf Sand verlegt, denn Ameisen bauen gerne ihre Nester unter den sich im Frühjahr schnell erwärmenden Platten. Sandkörnchen für Sandkörnchen wird weggetragen und dadurch wird der Belag unterhöhlt und gelockert.

Ameisenbekämpfung mit alternativen Mitteln zeigt immer wieder große Erfolge. Die kleinen Insekten lassen sich mit intensiven Gerüchen leicht vertreiben. Ihr Orientierungssinn wird empfindlich gestört und somit lassen sich die gefürchteten Ameisenstraßen innerhalb kurzer Zeit auflösen. Die Tiere suchen sich einfach andere Wege. Hilfreich haben sich Kräuterkonzentrate und Aroma-Öle wie Teebaum, Minze und Lavendel erwiesen. Aber auch Essig, Gewürznelken, Zimt und Farnwedel, welche vor die Wege und Eingänge gelegt werden, haben sich bewährt. Ameisenbekämpfung mit Backpulver wird von Tierfreunden zunehmend abgelehnt, denn durch das Triebmittel geht die Ameise qualvoll zugrunde.

Ameisen lassen sich leicht umsiedeln, indem man einen dick mit Stroh oder Holzwolle gefüllten Blumentopf auf den Ameisenhaufen stellt. Mit ein wenig Geduld haben die Insekten einige Tage später den kompletten Staat umgesiedelt, sodass sich nun der gesamte Ameisenhaufen an einen anderen Ort transportieren lässt.

Kritischer wird es, wenn sich die Ameisenstraße bis in die Wohnung zieht und die Insekten dort wirklich lästig werden. Holzameisen z. B. höhlen Fensterrahmen, Balken und Holztreppen für ihren Nestbau aus und werden so zu Schädlingen, da sie das Holz zerstören. Sie entpuppen sich als Vorratsschädlinge, wenn sie von offenstehenden zucker- oder eiweißhaltigen Lebensmitteln angezogen werden. Sinnvoll ist in diesem Fall, undichte Stellen mit Silikon oder Leim abzudichten, Lebensmittel und Tiernahrung nicht offen stehenzulassen und Mülleimer fest geschlossen zu halten.
In Laborversuchen zeigte das Wischen des Bodens mit Zimtwasser eine abwehrende Wirkung auf verschiedene Arten von Ameisen an. An den Straßen und Eingängen Zimt als Pulver oder verdünntes ätherisches Öl einzusetzen, hat sich als wirksame Maßnahme erwiesen. In Härtefällen sollte ein Kammerjäger oder Fachmann, beispielsweise Plümper Schädlingsbekämpfungsservice GmbH & Co. KG, hinzugezogen werden, um die lästigen Krabbler auf humane Art und Weise loszuwerden.

Ansonsten gilt, wie überall in der Natur – leben und leben lassen!